Anlage zur Auftragsverarbeitung
Entwurfsfassung für den Beta- und Testbetrieb. Noch nicht für kostenpflichtige Vertragsabschlüsse freigegeben.
Technische und organisatorische Maßnahmen
Diese Anlage beschreibt den geprüften technischen Zielstand. Sie enthält keine Zertifizierungsbehauptung und wird vor einem externen bezahlten Pilot mit den tatsächlich aktivierten Produktionsdiensten abgeglichen.
Stand: 19. Juli 2026
1. Organisation und Verantwortlichkeit
- rollenbeschränkte administrative Zugriffe nach dem Prinzip der geringsten Berechtigung,
- getrennte Staging- und Produktionskonfigurationen,
- dokumentierte Freigaben für produktive Änderungen,
- Incident-, Backup-, Wiederherstellungs- und Notfallverfahren,
- regelmäßige Sicherheits-, Abhängigkeits- und Secret-Prüfungen.
2. Zugangs- und Zugriffskontrolle
- Authentifizierung über Auth0 mit Authorization Code Flow und PKCE,
- serverseitige Rollen-, Tarif- und Mandantenprüfung,
- keine Autorisierung geschäftlicher Aktionen allein durch Stimme oder Clientzustand,
- sichere Speicherung von Desktop-Tokens im Windows Credential Manager,
- zeitlich begrenzte und auditierbare Supportzugriffe.
3. Mandantentrennung und Weitergabekontrolle
- Tenant-Scope aus der bestätigten Identität statt aus frei steuerbaren Clientangaben,
- tenantbezogene Datenbank-, Job-, Cache- und Auditprüfungen,
- allowlist-basierte Electron-IPC- und URL-Bridges,
- minimierte Datenübermittlung an aktivierte Anbieter,
- keine öffentlich erreichbare lokale Voice-Schnittstelle.
4. Verschlüsselung und Geheimnisse
- TLS für Datenübertragungen,
- Secrets außerhalb von Renderer, Repository und öffentlichen Artefakten,
- getrennte Zugangsdaten je Umgebung,
- Rotation und Widerruf kompromittierter Zugangsdaten,
- keine vollständigen Tokens oder Zahlungsdaten in Protokollen.
5. Eingabe-, Änderungs- und Verfügbarkeitskontrolle
- Auditdaten für sicherheitsrelevante und geschäftliche Aktionen,
- Vorschau und ausdrückliche Bestätigung für kritische Schreibaktionen,
- Idempotenz- und Deduplizierungsschutz gegen Doppelwirkungen,
- verschlüsselte Backups mit kontrollierten Restore-Tests,
- Health Checks, Monitoring, Alerting und begrenzte Restart-Strategien.
6. Datenschutzfreundliche Voreinstellungen
- Voice, Wake Word, lokale Ordnerüberwachung und Autostart nur nach Aktivierung,
- externe Plattform- und Bestandswrites standardmäßig ausgeschaltet,
- keine dauerhafte Speicherung roher Mikrofonaufnahmen als Gesprächsarchiv,
- keine biometrische Sprecheridentifikation,
- lokale Bereinigung bei Logout und kontrollierte Lösch- und Exportabläufe.
7. Überprüfung und Änderungen
Die Maßnahmen werden bei wesentlichen Architektur-, Anbieter- oder Risikoveränderungen überprüft. Änderungen dürfen das vereinbarte Schutzniveau nicht wesentlich unterschreiten. Konkrete Aufbewahrungsfristen, Backupzyklen und Produktionsparameter werden im freigegebenen Lösch- und Betriebskonzept versioniert dokumentiert.